Tollwut ist eine durch das Rabies-Virus hervorgerufene akute meist tödlich endende, weit verbreitete Infektionserkrankung des Gehirns, die beim Pferd selten auftritt, da es nicht der klassische Überträger ist. Besonders Wildtiere und Nager aber auch infizierte Hunde und Katzen können eine Infektionsquelle darstellen. Die Übertragung der Tollwut erfolgt durch den Speichel eines Virusträgers (auch schon vor dem Auftreten klinischer Symptome), der über eine Haut- oder Schleimhautverletzung (Biß- oder sonstige Wunden) in den Körper gelangt. Die klinischen Symptome bestehen in Wasserscheue (Hydrophobie), Speichelfluß, Schlingkrämpfen und Sehstörungen sowie in Toben und/oder Lähmungen. Eine Einteilung wird in rasende oder stille Tollwut vorgenommen. Tritt eine Erkrankung ein, so ist sie zu fast 100% tödlich. Die Erkrankung ist in Deutschland anzeigepflichtig. Therapieversuche bei Tieren sowie die Schlachtung krankheitsverdächtiger Tiere sind gesetzlich untersagt.
Impfschema
- Eine zweijährige Impfung
- Das Mindestalter zur Erstimpfung richtet sich nach dem Impfschutz der Stuten.
- Fohlen von nicht geimpften Muttertieren : 4 Monate
- Fohlen von geimpften Muttertieren : 9 Monate
Relevanz: Da es keine Therapie gibt, ist die Präventive in tollwutgefährdeten Gebieten unerlässlich, wenn die Pferde auf die Weide kommen.
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